fanzines
NOISY NEIGHBOURS #30
www.noisy-neighbours.com
76 Seiten, 1,50 Euro
Ein Festivalbericht vom Keep It True im Noisy Neighbours? Soweit eine ganz positive Überraschung, aber anscheindend wird das Noisy Neighbours ansonsten immer obskurer,
denn neben den recht bekannten THE HIRSCH EFFECT und einem sehr umfangreichen ARTIC RODEO-Label Profile sieht es mit Zugpferden diese Ausgabe dann doch wieder recht dünn aus.
Dafür bekommt man interessante Interviews mit MOVING CITY LIGHTS, DESERT PLANE, THE SEER, SUTCLIFFE, FRAMES, JAKOB, TY TABOR, PORTMANTEAU, MISSENT TO DENMARK und KAFKAS ORIENT BAZAAR, die aber nicht
so schön aus dem Nähtäschchen plaudern können wie die alten Recken.
Die üblichen Rubriken wie Comicorner, Gay Glotze, VideoThek und Buchtipps sind natürlich wie immer gut recherchiert und zusammengestellt, obendrauf gibt es auch noch massig Reviews,
lediglich bei den Interviews würde ich mir ein paar altgediente und bekanntere Bands wünschen, die aktuelle Ausgabe baut mir doch sehr auf Newcomern auf. Thomas Eberhardt
NOISY NEIGHBOURS # 29
www.noisy-neighbours.com
76 Seiten, 1,50 Euro
Nochmal umfangreicher als die letzte Ausgabe, aber diesmal etwas weniger musiklastig. Zwar trifft man alte
Bekannte wie LIBERATOR zum Interview und stellt Geheimtipps wie TALKING PETS oder CANDELILLA vor, berichtet
aber auch über den Fantasy-Autor Berhard Hennen, einen Ziehsohn von Wolfgang Hohlbein. Flankiert wird dieses
Gespräch von einen informativen Artikel über die Gema und Creative Commons Lizenzen. Ein paar Seiten weiter
liest man dann über die GEZ und Rundfunkgebühren. Gespräche mit Regisseur Stefan Westerwelle und Maria Adolfsson,
die sich in Stockholm ein Masteringstudio aufgebaut hat, ergänzen die üblichen Bandinterviews
hervorragend und entlasten die etwas gewagten Zugpferde RED CAN RECORDS, I MIGHT BE WRONG, MOONBAND, LUCKY FISH,
SIX GALLERY und FINDUS. Also weiterhin ein kommerzkritisches Indiemag mit den etablierten Rubriken wie comiCorner,
Literaturkritik und einem fünfseitigen Special zum homosexuellen Film. Die ausgewogenene Themenwahl
macht das aktuelle Heft zu einer Blaupause für den Musik-Journalismus, denn er muss keineswegs eindimensional sein.
Thomas Eberhardt
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